Aktuell:
Upload 22.07.2010: Vorgetäuschte Gesundheitsstörungen: Es gibt Menschen, die sich gesundheitlich selber schädigen, indem sie Krankheitszeichen vortäuschen, verstärken oder künstlich hervorrufen. Damit wollen sie eine Patientenrolle erzwingen und sich in Krankenhäusern behandeln lassen, selbst um den Preis zahlreicher medizinischer Eingriffe einschließlich Operationen. So etwas nannte man früher ein Münchhausen-Syndrom und heute eine artifizielle Störung, selbstmanipulierte Krankheit oder vorgetäuschte Störung. Dies hat jedoch nichts mit Simulation oder bewusstem Betrug zu tun. Patienten mit selbstschädigendem Verhalten sind psychisch krank, auch wenn sie das selber nie so akzeptieren würden.
Upload 14.07.2010: Medikamenten-Abhängigkeit (Großkapitel): Medikamenten-Abhängigkeit – die stille, heimliche, vornehme, weiße, weibliche oder rezeptierte Suchtform, früher auch Oberschicht- und Privatkassen-, heute eher Privatrezept-Syndrom genannt. Was ist halbwegs belegt, außer Vermutungen, Hypothesen, Unterstellungen, Schätzdaten, Hochrechnungen und Schuld-Zuweisungen? Was weiß man letztlich über Häufigkeit, Geschlecht, Alter, Zivilstand, Beruf, vor allem aber Motive, psychosoziale Hintergründe und insbesondere schicksalhafte oder selbstverschuldete Ursachen? Und nicht zuletzt: Welche Arzneimittel haben welche Folgen?
Upload 08.06.2010: Arzt-Patient-Kontakt und Geschlecht: Gesundheit ist das höchste Gut. Das geht aus allen Befragungen hervor. Wer hier Probleme hat, geht zum Arzt. Dort will er seine Bedenken und Beschwerden vorbringen und hofft auf Rat, Zuspruch, diagnostische Abklärung und therapeutische Empfehlungen. Da kann man sich gut vorstellen, wie wichtig schon die Gesprächs-Atmosphäre ist. Was aber, wenn es hier Probleme gibt; z.B. durch unterschiedliches Alter oder Geschlecht. Und woran erkennt man dies?
Upload 25.05.2010: Der schwierige Patient – Teil 2: Schwierig – ein problematisches Wort. Wer möchte schon als schwieriger Mensch eingestuft werden, noch weniger als schwieriger Patient in seiner gesundheitlichen Not. Und doch tun das die Ärzte, aber auch die anderen helfenden Berufe. Was stimmt hier nicht, was sollte man deshalb wissen – und vor allem akzeptieren lernen. Und zwar aus der jeweiligen Sicht, d. h. Therapeut und Patient.
Upload 25.05.2010: Der schwierige Patient – Teil 1: Schwierig, ein schwieriger Begriff mit vielen Facetten. Dabei kennt jeder schwierige Situationen und sogar schwierige Menschen. Aber was ist beispielsweise ein schwieriger Patient, und das noch aus psychiatrischer Sicht? Darüber diskutieren sogar die Experten – und zwar kontrovers. Nachfolgend deshalb eine Kurzfassung zum Thema schwierig, was heißt das, etymologisch, im allgemeinen Verständnis, als wissenschaftliche Definition, in Bezug auf den schwierigen Patienten aus psychiatrischer Sicht (einschließlich historischer Entwicklung) usf.
Upload 07.04.2010: Chronische Schmerzen ohne organische Ursache: Es gibt wohl kein Phänomen, das so bekannt ist wie der Schmerz. Kein Mensch dürfte von sich behaupten, er habe noch nie Schmerzen gehabt. Die meisten wissen auch wo, woher, weshalb und wie.
Was aber, wenn der zuständige Facharzt untersucht – und nichts findet, was das jeweilige Schmerzbild erklären könnte, wenigstens aus seiner Sicht. Und wenn sich das Gleiche in weiteren fachärztlichen Untersuchungen wiederholt? Und dies, obgleich die Schmerzen schon seit langem bestehen und nicht nur Lebensqualität, sondern auch die Leistung, am Schluss sogar den Lebenswillen zu untergraben drohen (Suizidgefahr)?
Upload 25.03.2010: Gehirn-Doping: Gehirn-Doping, Neuro-Enhancement u. a. – als Begriffe für die meisten wohl eher neu. Als „Geheim-Waffe“, die jedoch nie geheim war und inzwischen auch immer breitere Kreise erfasst, zunehmend aktuell. Was sind die Gründe: seelisch, körperlich, psychosozial? Insbesondere was den wachsenden Berufsstress mit dem Bedürfnis, ja dem Zwang nach mentaler Leistungssteigerung anbelangt: von der Selbst-Optimierung über die Selbst-Ausbeutung der Produktiv-Kraft Mensch unter dem ständigen Zwang einer medikamentösen Nachbesserung bis zur selbst-zerstörerischen Leistungs-Optimierung.
Upload 22.03.2010: Amok an Schulen (Schoolshooting): Amok: ein Schreckens-Wort und schließlich unfassbare Tat. Noch schlimmer im Meinungsbild der Allgemeinheit: Amok an Schulen (Schoolshooting), von jungen Menschen gegen Erwachsene und Gleichaltrige. Manchmal gnadenlos wer gerade über den Weg läuft, immer häufiger offenbar auch gezielt. Genaue Erkenntnisse aber sind nur schwer zu bekommen. Meist findet der Täter selber den Tod. Nachträglich wird aber manches deutlicher – wenn auch zu spät.
Upload 22.03.2010: Party-Drogen: Die Welt ist in ständigem Wandel begriffen, auch die Welt der Drogen. Was gestern noch unfassbar oder gar unbekannt war, kann heute Mode werden, und zwar nicht nur chemisch, sondern auch kulturell, gesellschaftlich, psychosozial. Und natürlich was Konsum, Freizeit, Sozialkontakte, zwischenmenschliche Beziehungen, was Elternhaus, Schule, Ausbildung, Beruf und Partnerschaft anbelangt. Hier bekommen natürlich auch die Genussmittel Alkohol und Nikotin, inzwischen sogar bestimmte Medikamente (Aktivierung bis hin zum Doping, inzwischen auch Gehirn-Doping) – und natürlich Rauschdrogen ihre zeit- und gesellschafts-gebundene Position zugewiesen.
Upload 19.02.2010: Sehbehinderung und Blindheit: Blindheit gehört zu den härtesten Schicksalsschlägen, denn das Sehen ist unser wichtigster Sinn. Doch allein in Deutschland schätzt man rund eine Million seh-behinderter Mitbürger und über 160.000 blinde Menschen. Dabei unterscheidet man in Blind-Geborene, Früh-Erblindete und Spät-Erblindete sowie Altersblinde. Und hier wieder ob Voll-Blindheit besteht oder noch ein Seh-Rest vorhanden ist.
Upload 09.02.2010: Depersonalisation und Derealisation: Depersonalisation und Derealisation: zwei seelische Störungen mit nachhaltigen psychosozialen Konsequenzen, die entweder für sich allein oder zusammen mit anderen psychischen Krankheitsbildern vorkommen – nicht selten, aber selten erkannt und behandelt. So jedenfalls die Meinung der Fachleute selber. Dabei ist das Leidensbild ungewöhnlich und belastend, wie vor allem die früheren Fachbegriffe bestätigen: Störung des Ich-Bewusstseins, Entfremdungs-Erlebnisse, Unwirklichkeits-Gefühl, Verlust der natürlichen Selbstverständlichkeit u. a.
Upload 02.02.2010: Wahn:Der Wahn ist das wahrscheinlich vielschichtigste und beunruhigendste Phänomen im Rahmen der psychiatrischen Krankheitslehre und damit aller seelischen Störungen, die wir kennen. Zahlenmäßig ist der Wahn zwar kein vorrangiges Thema, gehört aber zum schwierigsten, was das Umfeld im Allgemeinen und der Arzt in Diagnose und Therapie im Speziellen zu (er-)tragen haben. Auch ist er keinesfalls auf schizophrene Psychosen beschränkt, wie man sich das wohl am ehesten vorstellt, sondern kann ein breites Spektrum seelischer, psychosozialer, ja körperlicher Beeinträchtigung abdecken, wobei nicht zuletzt das höhere Lebensalter und Intoxikations-(Vergiftungs-)Bilder immer mehr in das Blickfeld rücken. Deshalb wird man sich wohl in Zukunft verstärkt mit diesem Thema beschäftigen müssen.
Upload 07.12.2009: Trichotillomanie (Krankhaftes Haare-Ausreißen): Kann sich ein vernünftiger Mensch seine eigenen Haare ausreißen, bis die kahlen Stellen bluten? Die Antwort in der Allgemeinheit dürfte einheitlich sein. Und doch ist dieses Phänomen nicht so selten, heißt wissenschaftlich Trichotillomanie = krankhaftes Haare-Ausreißen und weist bestimmte Charakteristika auf, was Geschlecht, Alter, innerseelische und äußere Auslöse-Faktoren, psychosoziale Bedingungen nach Tätigkeit, Ort, Zeit und soziales Umfeld anbelangt. Was muss man also wissen, was Häufigkeit, Dauer und Menge der ausgerissenen Haare, den bevorzugten Haar-Typ, der Art der Ausreiß-Bewegung anbelangt, wie stimulierende oder auch ausreiß-bremsende Verhaltensweisen einzuschätzen sind, ob es schon zu Ritualisierung und Automatisierung gekommen ist und welche Ursachen und Motive auf körperlicher, seelischer und psychosozialer Ebene eine Rolle spielen.
Upload 03.12.2009: Paranoide (wahnhafte) Persönlichkeitsstörung: Zwei psychiatrische Phänomene irritieren wohl am meisten: zum einen der Wahn, zum anderen die Psychopathien, heute Persönlichkeitsstörungen genannt. Besonders problematisch wird es offenbar dann, wenn beides zusammenfällt, also eine paranoide (wahnhafte) Persönlichkeitsstörung: tiefgreifendes und vor allem nicht gerechtfertigtes Misstrauen sowie Argwohn gegenüber anderen Menschen. Deren Motive werden grundsätzlich als böswillig ausgelegt. Deshalb fühlen sich solche Kranken ständigen, vielfältigen und unfairen Angriffen ausgesetzt, was ihre Person, ihr Ansehen, ihre moralische Integrität, ihre Leistungsfähigkeit, ihren guten Willen u.a.m. anbelangt. Die partnerschaftlichen, familiären, beruflichen, nachbarschaftlichen, ja wirtschaftlichen und juristischen Folgen kann man sich denken. Was spielt sich hier ab: seelisch, geistig, psychosozial?
Upload 11.09.2009: Kleptomanie (Pathologisches Stehlen): Kleptomanie – pathologisches Stehlen, was ist das? Nach einer langen wissenschaftlichen Vorgeschichte, in der eigentlich schon vor zwei Jahrhunderten das meiste gesagt worden ist, gilt es jetzt als Störung der Impulskontrolle wie krankhaftes Feuerlegen, pathologisches Spielen u. a. Welches sind die diagnostischen Kriterien und handelt es sich wirklich um eine eigenständige Krankheit? Und wie kommt Kleptomanie vor, wie verläuft sie, welches sind die Ursachen und Hintergründe? Dazu gibt es eine inzwischen umfangreiche Literatur, die zum einen interessante Aspekte zur Diskussion stellt, zum anderen aber auch mitunter sonderbare Überlegungen enthält.
Upload 29.07.2009: Posttraumatische Belastungsstörungen wissenschaftlich gesehen: Posttraumatische Belastungsstörungen, d. h. eine seelische Verwundung nach Extrembelastung sind so alt wie die Menschheit. Früher wurden sie jedoch nicht akzeptiert, ja als Schwäche lächerlich gemacht oder als Simulation verdächtigt. Heute weiß man, dass sie nicht nur ein seelisches oder psychosoziales Phänomen sind, sondern mit biologischen Veränderungen von Gehirn-Struktur und -Funktion einhergehen.
Upload 17.07.2009: Psychoonkologie: Krebs – ein Schreckens-Wort für die, die gesund bleiben durften – und ein ggf. folgenschweres Schicksal für die Opfer. Darüber muss nicht weiter diskutiert werden. Doch unabhängig von seinen bisweilen gnadenlosen Konsequenzen, von denen praktisch jeder erschütternde Beispiele kennt, gibt es ein Phänomen, das die Betroffenen erheblich belastet – und doch fast unbekannt zu sein scheint. Denn dem Krebs haftet in der Tat etwas Unheimliches, ja Böses an. Krebs – so die Experten – heißt nicht nur schwindendes Leistungsvermögen, sondern auch die Gefahr von Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit, ja subjektiv empfundener Wertlosigkeit, Strafe, Schuld oder Sühne bis hin zum Gefühl des Ausgestoßen-Seins; und damit Rückzug und Isolation. Kurz: Krebs nicht nur als organisches, sondern auch seelisches Phänomen mit psychosozialen Folgen.
Upload 09.07.2009: K.-o.-Tropfen: Beim Begriff „K.-o.-Tropfen“, also Knock-out-Mittel, um jemand zu Raubzwecken zu betäuben oder für sexuelle Übergriffe willfährig zu machen, da horcht jeder auf. So etwas regt die Phantasie an – aber leider nicht die Vorsicht, vor allem in entsprechenden Kreisen, zu entsprechenden Zeiten in entsprechenden Lokalitäten.
Upload 01.07.2009: Selbstverletzendes Verhalten: Sich selber verletzen durch Schneiden oder Ritzen mit Rasierklingen, Messer, Glasscherben, Scheren; oder Kratzen, Kneifen und Beißen bis das Blut austritt; oder den Kopf gegen die Wand schlagen, vielleicht die eigenen Knochen brechen oder – unfassbar – sich ein Auge ausreißen. Was sind das für Menschen? Welches sind die Hintergründe, Ursachen, Belastungen, Ereignisse, die zu solchen Taten treiben?
Dazu gibt es eine kurz gefasste Übersicht in dieser Serie und nachfolgend ein ausführlicheres Kapitel mit den Schwerpunkten: historische, rituelle, religiöse, spirituelle Ursachen, ja Selbstverletzung für Gesundheit und Heilung u. a. Danach Selbstverletzung aus heutiger Sicht, insbesondere was Begriff, Definition und Klassifikations-Vorschläge, Häufigkeit und Verlauf anbelangt. Wichtig: Risikofaktoren zum selbstverletzendem Verhalten: emotional, psychosozial, posttraumatisch, psychiatrisch, kriminell usw.
Upload 20.05.2009: Epilepsie und weibliches Geschlecht : Epileptische Anfälle lösen im Umfeld der Betroffenen mehr Irritationen aus, als die meisten seelischen Krankheiten, die ihrerseits zu den sozial belastendsten Leiden gehören. Deshalb hat dieses neurologische Krankheitsbild mit seinen psychosozialen Konsequenzen zwar eine Reihe berühmter Betroffener, aber auch viele Patienten, die durch dieses Beschwerdebild zahlreiche Nachteile zu verkraften haben, vom Selbstwertgefühl bis zu konkreten Einbußen im Alltag. Ein besonderes Problem sind dabei die Sorgen, Kümmernisse und Befürchtungen des weiblichen Geschlechts, was Partnerschaft, Sexualität, Familie, Kinderwunsch und Kinder-Erziehung, konkret vor allem Verhütung, Schwangerschaft und Furcht vor möglichen Fehlbildungen durch antiepileptisch wirksame Medikamente anbelangt. Hier tut Aufklärung Not. Hier könnte Aufklärung auch vieles zurechtrücken, was tatsächlich Sorgen bereitet – in der Mehrzahl unbegründet.
Upload 20.05.2009: Arbeitsplatzphobie : Die Angst um den Arbeitsplatz war schon immer ein belastendes Phänomen, derzeit mehr denn je. Doch es gibt auch andere Arbeitsplatz-Ängste, die auf seelische und psychosoziale Ursachen zurückgehen. Und ähnliche wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen können bis hin zu Arbeitsunfähigkeit, Arbeitsplatzverlust, ja sogar Erwerbs-Gefährdung und Frühberentung. Das ist weit weniger bekannt, aber nicht selten.
Upload 20.05.2009: Arbeitsplatz und psychische Störung: Der Arbeitsplatz ist in aller Munde, besonders aus politischer und volkswirtschaftlicher Sicht. Dabei geht es nicht nur um die Furcht vor Arbeitsplatz-Verlust. Das wird in offiziellen Kreisen noch am ehesten realisiert, eingestanden und diskutiert. Viel häufiger, wenn auch heimlich, verschämt verborgen, sind andere Sorgen, Kümmernisse und Ängste, die um den Arbeitsplatz kreisen – obgleich sie außer den Betroffenen wohl kaum jemand interessieren. Solche Bedrohungs-Faktoren sind die Angst vor Leistungs-Versagen, vor Vorgesetzten, vor Kollegen und der üblichen „Hack-Ordnung“, vor sozialen Konflikten und insbesondere Mobbing, vor Unfall-Gefahr und Überfall-Bedrohung usf.
Upload 30.04.2009: Suizidalität aus wissenschaftlicher Sicht : Selbstmord, Freitod, Selbsttötung, Suizid – wie auch immer bezeichnet: Es gibt wahrscheinlich wenige Ereignisse im Leben, die das Umfeld, vor allem die „Zurückgebliebenen“ so schockieren, vor ungelöste Fragen stellen, in Schuldgefühle, Trauer oder gar eigene Lebensmüdigkeit zu stürzen vermögen, wie der Tod durch eigene Hand. Welche Erkenntnisse hat die dafür zuständige Wissenschaft, die Suizidologie, in den letzten Jahrzehnten gewinnen können? Und vor allem: Was können, ja müssen wir daraus lernen?
Upload 30.04.2009: Schweißausbrüche aus psychiatrischer Sicht: Wer möchte schon etwas wissen über unangenehmes Schwitzen oder gar heftige Schweißausbrüche – außer die Betroffenen selber? Tatsächlich ist übermäßiges Schwitzen nicht selten. Meist nur durch körperliche Belastung, wobei auch die individuelle Anlage dazu eine Rolle spielt. Dazu kommen psychisch bedingte Schweißausbrüche, vor allem dann, wenn man unter Druck gerät: seelisch, geistig oder psychosozial. Was aber weiß man über Schweißausbrüche durch psychiatrische Krankheiten und ihre medikamentöse Behandlung?
Upload 07.04.2009: Zur Psychohygiene von Humor, Lachen und gehobener Albernheit: Humor, Lachen und gehobene Albernheit - welch schöne, ja trostvolle Worte. Wer möchte sie nicht besitzen, diese segensreichen Eigenschaften. Sind sie denn wirklich so selten, so ungleich verteilt, so wenig verfügbar und damit hilfreich? Nein: Humor, Lachen und gepflegte Albernheit sind weit verbreitet, weiter, als so mancher Pessimist behauptet. Sie sind aber auch vielschichtig, ein Teil unserer Gesellschaft und Kultur - und das in jedem Land, in jedem Volk, ja sogar in jeder Gemeinschaft, Familie und Partnerschaft. Und deshalb beschäftigt sich auch die Wissenschaft immer intensiver damit, vor allem Medizin und Psychologie.
Upload 26.03.2009: Tics: Tics sind störende Muskelzuckungen und auffällige Laut-Äußerungen. In leichterer Form sind sie nicht selten, verschwinden aber mit den Jahren von selber wieder. Am häufigsten sind Gesicht und Kopf betroffen. Beispiele: Blinzeln, Grimassieren, Kopfrucken oder Kopfwerfen, Schulter zucken u. a. als motorische (Bewegungs-)Tics sowie Räuspern, Hüsteln, Schniefen u. a. als vokale (phonische) oder Laut-Tics. In schwereren Fällen finden sich aber auch das peinliche Nachahmen von Bewegungen anderer (Echopraxie), wenn nicht gar obszöne Gesten (Kopropraxie). Im Extremfall selbstverletzendes Verhalten wie ständiges Schlagen gegen die eigene Brust, gegen den Kopf oder andere Körperteile sowie lautes Wiederholen eigener Silben oder Wörter (Palilalie), Nachsprechen von Wörtern anderer (Echolalie) oder obszöne Wörter (Koprolalie). Dann ist die Grenze zum so genannten Tourette-Syndrom überschritten (siehe den ausführlichen Beitrag zur Serie).
Upload 26.03.2009: Elektrokonvulsionstherapie (EKT): Elektroschock ist keine Therapie?. Wer kennt ihn nicht, diesen aufwühlenden Satz. Und wer wäre nicht dieser Meinung ? wenngleich als kritischer Geist mit hinreichender Kenntnis, jedoch einigem Vorbehalt, ja Unbehagen. Kann es sein, dass die Medizin sieben Jahrzehnte eine lediglich schädigende Behandlungsform durchzudrücken versucht, ohne wissenschaftliche Grundlage und vor allem Therapie-Erfolg, gleichsam eine ?heimliche Vergewaltigung hilfloser Kranker??
Upload 26.03.2009: Alzheimer-Krankheit: Es gibt einen medizinischen Fachbegriff, bei dem so mancher in sorgenvolles Grübeln gerät, zumindest ab einem gewissen Alter. Jüngere kann es ebenfalls treffen, besonders wenn sie ein älteres Familienmitglied zu versorgen haben. Gemeint ist die Alzheimer-Krankheit. Der Begriff ist zwar erst ein halbes Jahrhundert alt, die Krankheit allerdings so alt wie die Menschheit (auch wenn man früher bei weitem nicht so alt wurde wie heute). Das zeigt sich schon an den vielen bedeutungs-ähnlichen Begriffen, die dieses Leiden früher charakterisierten, wenngleich damals eher als zahlenmäßig überschaubares Phänomen.
Upload 04.03.2009: Frau und seelische Störung (8) Schwangerschaft, Geburt und seelische Störung: Schwangerschaft und Geburt gehören zu den einprägsamsten Erlebnissen im Leben einer Mutter, aber auch Vater, Geschwister, Angehörige und sogar Freundeskreis u. a. Das gilt für den Fall eines glücklichen Ausgangs ? und noch mehr, wenn schicksalhafte Ereignisse drohen. Dazu gehören nicht zuletzt seelische Störungen der Mutter. Dabei können sogar Phänomene belasten, die erst einmal als normal gelten: zwiespältige Gefühle, Ängste und Unsicherheiten, vor allem was Geburts-Ängste und mögliche körperliche Beeinträchtigungen anbelangt, nicht zuletzt als Folge hormoneller Veränderung. In der Tat zermürbend kann das Schwangerschafts-Erbrechen werden und bedrohlich für Mutter und Kind die Präeklampsie, die ?Schwangerschaftsvergiftung?. Noch einschneidender schließlich Schwangerschaftsabbruch, Fehlgeburt oder gar Totgeburt.
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